Sage mir, was man Dir andrehen will, und ich sage Dir, wer Du bist. Was handfeste Güter betrifft, haben in Bangkok bei mir meistens Schneider ihr Glück probiert: "Do you want a suit?" Letztlich mit Erfolg, allerdings landete ich nicht in einem der Läden, die mich derart angesprochen hatten. Meines Erachtens sehe ich in Freizeitklamotten zwar nicht wie ein Anzugsträger aus, aber was soll's. Vielleicht tut die Designerbrille Wunder. Außerdem blieb ich von allerhand Billig-Schnickschack verschont.
Interessanter war da schon de Spaziergang durchs (enttäuschende, s.u.) Rotlichtviertel. Keine einzige im ältesten Gewerbe der Welt tätige Dame hat versucht, mir meine Baht aus der Tasche zu ziehen. Das kann natürlich an vielerlei Einschätzungen meiner Person liegen. Zu arm? Wohl kaum. Von Natur aus treu? An so was glauben die aus Prinzip nicht. Schwul? Auch die Jungs vom Straßenstrich ließen mich unbehelligt weiterlaufen. Asexuell? Möglich ist alles, aber dagegen spricht, dass man mir doch recht häufig eine Massage ("only massage!") angeboten hat. Vielleicht also doch verheiratet/feste Beziehung. Da kann man, wenn das Ganze entgleitet, hinterher immer sagen (Nederlanders opgelet!) "Ich habe es nicht gewußt!". Tja, und dann kamen doch die Kamele mit den großen Bulten.
No comments:
Post a Comment